Laut des aktuellen B2B E-Commerce Branchenreports des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), erzielte der Geschäftsbereich B2B E-Commerce in Deutschland im Jahre 2018 einen Rekordumsatz von rund 1,3 Billionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Umsatzwachstum von 4,7 Prozent.

Laut des aktuellen B2B E-Commerce Branchenreports des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH Köln), erzielte der Geschäftsbereich B2B E-Commerce in Deutschland im Jahre 2018 einen Rekordumsatz von rund 1,3 Billionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Umsatzwachstum von 4,7 Prozent. Treibende Kraft hinter der Umsatzsteigerung war dabei vor allem der Internethandel über Onlineshops, Online-Marktplätze sowie über Websites.

Onlineshops und Marktplätze  auch im B2B-Sektor immer wichtiger

Die neuesten Daten zeigen und bestätigen, dass die im B2C-Bereich (Business-to-Consumer) bereits lange etablierten Vertriebswege auch im B2B (Business-to-Business) E-Commerce immer mehr an Bedeutung gewinnen. Insgesamt 321 Milliarden Euro und damit knapp ein Viertel des Gesamtumsatzes im B2B-Sektor wurden 2018 über Onlineshops, Online-Marktplätze oder Websites generiert. Im Zeitraum von 2012 bis 2018 entspricht dies einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von satten 15,4 Prozent.

Das verarbeitende Gewerbe sowie der Großhandel erzeugen dabei alleine mehr als die Hälfte des Umsatzes. Während das verarbeitende Gewerbe, zu dem industrielle Branchen wie beispielsweise der Maschinenbau oder die Autoindustrie gehört, 73 Milliarden Euro seines Umsatzes über Onlineshops, Marktplätze oder Websites generiert hat, sind es im Großhandel sogar bereits 107 Milliarden Euro und 8,2 Prozent des Gesamtumsatzes. Laut dem IFH-Bericht setzen dabei vor allem kleinere und mittlere Unternehmen mit Jahresumsätzen von unter 25 Millionen Euro überproportional auf den Onlinehandel. So waren diese Firmen für rund 31 Prozent des Umsatzes im B2B-Onlinehandel verantwortlich, während sie gleichzeitig lediglich rund acht Prozent des Gesamtumsatzes im B2B-Sektor generieren konnten.

Durchschnittlich erzeugten 2018 die in der Studie betrachteten Wirtschaftszweige 6,1 Prozent ihres Umsatzes über Onlineshops und ähnlichen Vertriebswegen des klassischen Internethandels. 2012 lag dieser Anteil bei nur 2,8 Prozent. Dies zeigt einerseits zwar, dass im Vergleich zum B2C-Bereich diese digitalen Vertriebskanäle im B2B-Bereich weiterhin weitaus weniger stark etabliert sind, andererseits aber auch, dass sie, zumindest in einzelnen Branchen und vor allem bei kleineren Unternehmen, im Zuge der Digitalisierung immer wichtiger werden.

EDI dominiert den B2B E-Commerce, wächst aber weniger stark

Trotz der steigenden Bedeutung von Onlineshops und Marktplätzen im B2B, macht der automatisierte elektronische Datenaustausch (Electronic Data Interchange, kurz EDI) weiterhin den Löwenanteil am Gesamtumsatz des B2B E-Commerce aus. 2018 generierte der EDI-basierte Handel im B2B-Sektor laut dem Branchenreport des IFH 957 Milliarden Euro. EDI war somit für drei Viertel des Gesamtumsatzes verantwortlich. Der automatisierte Datenaustausch spielt nach wie vor also die größte Rolle im Business-to-Business Geschäftsfeld.

Der Grund hierfür kann in der Natur des B2B-Handels gefunden werden. Während im klassischen Internethandel über Onlineshops oder Marktplätze stets das Prinzip des Angebots und der Nachfrage im Vordergrund steht, wird in den Beziehungen zwischen Unternehmen auch die Langfristigkeit geschätzt. Die geschäftlichen Transaktionen basieren oftmals auf im Vorfeld getroffenen Bedingungen, Anforderungen und Vorgaben, die beispielsweise vertraglich festgehalten werden. Der standardisierte elektronische Datenaustausch erlaubt in diesem Zusammenhang eine schnelle Durchführung und Abwicklung der vereinbarten Transaktionen zwischen den Firmen. Es ist somit also nicht verwunderlich, dass, anders als im B2C-Geschäftsfeld, im B2B-Sektor EDI weiterhin im Vordergrund steht.

Im Zeitraum von 2012 bis 2018 wies das EDI-basierte Geschäft im B2B allerdings eine rückläufige durchschnittliche jährliche Wachstumsrate auf und lag weit unter der Rate des Internethandels über Onlineshops, Marktplätzen und ähnlichen Vertriebswegen (15,4 Prozent). Den neuen Rekordumsatz im Jahr 2018 hat der B2B-Sektor also tatsächlich vor allem dem nicht-automatisierten Internethandel über Websites, Onlineshops und Markplätze in Industries und Großhandel zu verdanken.

B2B E-Commerce nicht in jeder Branche gleich wichtig

Der gesamte Markt für den B2B E-Commerce generierte 2018 mit seinen fast 1,3 Billionen Euro Umsatz rund 24 Prozent des Gesamtumsatzes aller im Rahmen der IFH-Studie betrachteten Wirtschaftszweige in Deutschland. Der Rekordumsatz zeigt wie wichtig E-Commerce in den verschiedenen B2B-Bereichen mittlerweile geworden ist. Gleichzeitig lassen sich aber auch gewaltige Unterschiede in der Bedeutung des Onlinehandels zwischen den einzelnen Branchen feststellen. So waren 2018 gemäß IFH das verarbeitende Gewerbe und der Großhandel alleine für 79 Prozent des Gesamtumsatzes am B2B E-Commerce-Markt verantwortlich. Das verarbeitende Gewerbe bzw. die verarbeitende Industrie generierte mit 49 Prozent fast die Hälfte und der Großhandel mit 30 Prozent fast ein Drittel des branchenübergreifenden Gesamtumsatzes.

Verglichen dazu erwirtschaftete das verarbeitende Gewerbe 42 Prozent des Umsatz aller von der IFH berücksichtigten Wirtschaftszweige und der Großhandel ziemlich genau ein Viertel (25 Prozent) des Gesamtumsatzes. Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch der Großhandel sind demnach also überdurchschnittlich beteiligt am Umsatz im B2B E-Commerce. Im Umkehrschluss bedeutet dies allerdings auch, dass viele andere Branchen weniger stark auf den E-Commerce im Business-to-Business-Handel setzen.

Während 2018 im verarbeitenden Gewerbe sowie im Großhandel jeweils rund 29 Prozent des Branchenumsatzes im B2B E-Commerce erzeugt wurde, beläuft sich dieser Anteil aller restlichen betrachteten Branchen kumuliert bei lediglich rund 17 Prozent. Der bereits erwähnte Anteil von 24 Prozent des E-Commerce am Gesamtumsatz der untersuchten Branchen rückt somit in ein etwas anders Licht. Der Anteil resultiert in erster Linie durch die starke Bedeutung des B2B E-Commerce in den generell umsatzstarken Branchen der verarbeitenden Industrie sowie des Großhandels. Anders ausgedrückt: Der geschäftliche E-Commerce hat nicht in jeder Branche die gleiche Bedeutung. Passend dazu, sank 2018 auch zum dritten Mal hintereinander die jährliche Wachstumsrate für den B2B E-Commerce. Mit 4,7 Prozent lag diese gemäß dem IFH-Branchenreport sogar deutlich niedriger als noch 2017 (6,4 Prozent) und 2016 (7,3 Prozent).

E-Commerce Wachstumsraten im Jahresvergleich rückläufig

Die Umsätze über E-Commerce im B2B-Sektor wachsen also zwar kräftig weiter, aber im Vergleich zu früheren Jahren weniger stark. Ob dies die ersten Zeichen sind, dass der Markt an sein Maximum stößt, lässt sich allerdings noch nicht sagen. Vor allem die steigende Bedeutung des klassischen Onlinehandels über Webshops und Marktplätze im B2B-Bereich könnte sich in den nächsten Jahren als ein noch stärkerer Wachstumstreiber erweisen und das den B2B E-Commerce folglich wieder stärker wachsen lassen.

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Alina Harthan

Alina Harthan

Alina ist Digital Native und leidenschaftliche Online-Marketerin. Bei IntelliShop kümmert sie sich darum, Digitalisierung-Interessierte über Trends, Methoden und Tipps rund um B2B E-Commerce und IntelliShop zu begeistern. Du willst Alina kontaktieren oder hast Fragen zu IntelliShop? Dann schreib uns unter: public.relations@intellishop.ag

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